Risikofaktoren für Prognose

Ein beeinflussbarer Faktor, welcher die Prognose nach der Kasai Porto-Enterostomie verbessert, d.h. die Chancen erhöht, dass das Kind mit seiner eigenen Leber leben wird, ist das Alter des Säuglings, wenn die Kasai Porto-Enterostomie durchgeführt wird: Je jünger das Kind zum Zeitpunkt der Operation, umso besser die Aussichten, dass das Kind mit seiner eigenen Leber überlebt. Eine kürzlich durchgeführte Analyse der hunderte von Gallengang-Atresie-Kindern einschliessenden französischen Datenbank des Observatoire Français de l’Atrésie Biliaire (http://asso.orpha.net/OFAVB/) zeigte, dass das mediane Alter zum Zeitpunkt der Kasai Porto-Enterostomie 60 Tage war. Wenn die Operation bei allen Kindern vor dem Alter von 45 Tagen durchgeführt würde, würde die Überlebensrate mit der nativen Leber im Alter von 15 Jahren um 12% zunehmen. Diese Verbesserung würde die Rate aller jährlich durchgeführten Kinder-Lebertransplantationen in Frankreich um 6% senken.

In der Schweiz wurde eine nationale Studie durchgeführt, welche alle Kinder mit GGA zwischen 1994 und 2004 einschloss: das mediane Alter zum Zeitpunkt der Kasai Porto-Enterostomie war in der Schweiz 68 Tage, d.h. hoch wenn verglichen mit internationalen Standards. Demzufolge, um die Prognose der Kinder mit Gallengang-Atresie zu verbessern, und um den Bedarf an frühzeitigen Kinder-Lebertransplantationen zu vermindern, und auch um Ersparnisse im Nationalen Gesundheitswesen zu erreichen, müssen wir versuchen, die Gallengang-Atresie früher zu diagnostizieren.